Dokumentation der Durchführung

Überblick

Das Projekt wurde in verschiedene Etappen unterteilt. Als Aufträge für die Schülerinnen und Schüler dienten die Bausteine. Nicht alle Schülerinnen und Schüler hatten die gleiche Rolle und somit nicht bei allen Bausteinen gleich viel zu tun.

Die Aufträge waren bewusst sehr offen formuliert, die Schülerinnen und Schüler hatten immer die Möglichkeit, eigene Ideen einzubringen und in Absprache mit der Lehrperson Bausteine flexibel anzupassen.

Baustein 1

Beim 1. Baustein ging es darum, sich einen Überblick zum Thema Nachhaltigkeit und spezifisch zum den 17. Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen zu verschaffen.

Spannend dabei war, dass die Schülerinnen und Schüler sich nicht bewusst waren, in wie vielen Bereichen die Nachhaltigkeit eine grosse Rolle spielt.

Zu Beginn habe ich den Schülerinnen und Schülern folgenden Link zur Verfügung gestellt: EDA Admin
Ich habe sie aufgefordert, bei Unklarheiten möglichst im Internet nach Lösungen zu suchen.

Die Schülerinnen und Schüler haben ihre Ergebnisse in digitaler Form festgehalten. Für das gesamte Projekt haben wir gemeinsam einige Elemente aus dem MI-Unterricht aufgefrischt (beim 1. Baustein: Datenablage im OneDrive, Ordnerstruktur).

Baustein 2

Nach der (digitalen) Recherche habe ich mich bei diesem Schritt bewusst für eine analoge Arbeitsform entschieden. Wichige Punkte zu den 17 Zielen wurden auf Plakaten festgehalten, die dann aufgehängt wurden und jederzeit im Augenwinkel zur Verfügung standen.

Als Hilfsmittel, vor allem für schwächere Schülerinnen und Schüler, stand der SDG Bericht 2020 zur Verfügung.

Dieser Baustein sollte die Schülerinnen und Schüler auf Probleme aufmerksam machen, welche einen Zusammenhang mit der Nachhaltigkeit haben.

Baustein 3

Zu Beginn des 3. Bausteins habe ich die Schülerinnen und Schüler informiert, was das Ziel unserer Projektarbeit ist: Ein Film, der im 9. Schuljahr zu Beginn des Themas Nachhaltigkeit angeschaut werden kann. Er soll aufrütteln, teilweise dramatisch und etwas überspitzt sein.

Über Form und Inhalte des Films konnten die Schülerinnen und Schüler bestimmen.

Nach einer kurzen Erklärung haben wir in einem Whiteboard verschiedene Ideen abgeholt: Art des Films, Inhalte für den Film, Rollen der Schülerinnen und Schüler.

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Baustein 4

Beim Baustein 3 haben wir uns für eine „Nachrichtensendung“ entschieden. Die Schülerinnen und Schüler produzieren einzelne Beiträge, welche durch die Moderation zu einer Einheit werden. Als Start sowie als Abschluss präsentieren die Schülerinnen und Schüler je 1-2 Fakten, welche in einem kurzen Block „Hesch gwüsst?“ präsentiert werden.

Die Schülerinnen und Schüler wurden nach Interesse den 17 Zielen zugeteilt. Durch Internetrecherche und mit den Fakten aus dem SDG Bericht 2020 haben die Schülerinnen und Schüler spannende Fakten in einem Satz, der mit „Hesch gwüsst, dass…“ beginnt, zusammengefasst.

Diese Sätze haben sie auswendig gelernt und vor mit der Videokamera vor einer grünen Wand aufgenommen. Diese Produktion diente als „Ausbildung“ für die Technik-Spezialistinnen und -spezialisten. Der Umgang mit der Kamera und den Mikrofonen wurde geübt, ebenso das Abspeichern der Takes auf dem Computer sowie das Bearbeiten mit dem Programm iMovie.

Ein Input meinerseits umfasste das Thema Urheberrechte. Gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern haben wir verschiedene Bildsuchmaschinen untersucht und uns einen Überblick über die Lizenz-Filter verschafft, so dass für den Film nur lizenzfreie Bilder verwendet wurden.

Bei diesem Baustein habe ich den Schülerinnen und Schüler relativ eng begleitet. Den Umgang mit der Kamera und den Mikrofonen habe ich ihnen gezeigt, exemplarisch habe ich ihnen den Umgang mit iMovie erklärt. Für spätere Bausteine haben die Schülerinnen und Schüler selber unterschieden, ob sie auf iMovie oder auf andere Programme und Tools zurückgreifen wollen.

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Baustein 5

Bei diesem Baustein war eine Schülerin verantwortlich für die Koordination der einzelnen Beiträge. Sie stellte sicher, dass möglichst viele Ziele abgedeckt werden konnten, ohne dass es zu einzelnen Zielen zu viele Beiträge gab.

Jede Schülerin und jeder Schüler musste an mindestens einem Beitrag mitarbeiten. Einzelne haben nur einen eigenen Beitrag produziert, dafür aber noch andere Gruppen mit ihrem Know-How unterstützt. Andere haben parallel mehrere Beiträge produziert.

Baustein 6

Baustein 6 war der grösste von allen: Die einzelnen Beiträge wurden geplant und realisiert. Anders als im Auftrag beschrieben, haben nicht alle Schülerinnen und Schüler auf das Programm iMovie zurückgegriffen (es standen nur 2 MacBooks zur Verfügung, wovon eines während dem Projekt den Geist aufgegeben hat). Viele haben eigene Lösungen gefunden und so mit verschiedenen Tools ihre Beiträge produziert.

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Eine Schwierigkeit bestand darin, dass 3 Schülerinnen und Schüler das Fach Deutsch im Niveau Sek besucht haben. Während den Deutsch-Lektionen, welche vollumfänglich für das Projekt zur Verfügung standen, mussten die restlichen Schülerinnen und Schüler ihre Arbeit so planen, dass sie ohne die Sek-Schülerinnen und -Schüler weiterarbeiten konnten. Das hat nicht in allen Fällen gleich gut geklappt…

Weiter ergaben sich folgende Probleme bei der Arbeit:

  • Schülerinnen und Schüler konnten gelungene und weniger gelungene Aufnahmen nicht während dem Dreh erkennen -> grosser Zeitverlust, weil während dem Schneiden einzelne Takes erneut aufgenommen werden mussten.
  • Das Projekt war sehr gross und die Schülerinnen und Schüler arbeiteten gleichzeitig an zwei neuen Feldern: Der Nachhaltigkeit (Inhalt) sowie an der Technik (Methode).
  • Das Thema Nachhaltigkeit ist in einigen Feldern nicht ganz einfach zu fassen. Für Schülerinnen und Schüler auf der Realstufe war es teilweise sehr schwierig, mit dem konstruktivistischen Ansatz gewisse Themen für sich zu erarbeiten.
  • Technische Schwierigkeiten: Gewisse Formate waren nicht kompatibel und so klappte der Export aus iMovie nicht immer gleich gut.
  • In der Schule sind die Räume relativ knapp. Für Audioaufnahmen ist ein ruhiges Zimmer wichtig, für Videobeiträge mit Greenscreen-Technik braucht es neben Ruhe auch noch genügend Platz, wo die grüne Stellwand stehengelassen werden konnte. Oftmals waren diese Zimmer von anderen Klassen oder Speziallehrpersonen besetzt.

Baustein 7

Beim Baustein 7 waren einzelne Schülerinnen und Schüler damit beauftragt, die Reihenfolge der einzelnen Beiträge festzulegen. Anschliessend wurden die Anmoderationen für die einzelnen Beiträge geschrieben, geübt und aufgenommen.

Der Moderation wurde mit der Greenscreen-Technik ein Hintergrund beigefügt, anschliessend wurden die einzelnen Teile zusammengeschnitten und der Film exportiert.

Entstanden ist ein gut 40-minütiger Film, der viele Nachhaltigkeitsthemen aufnimmt und anspricht. Nach den Herbstferien 2021 wird er als Kick-Off für die Projektwoche der Oberstufe zum Thema Nachhaltigkeit abgespielt.